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Belvedere Wien – Ausstellung Ferdinand Georg Waldmüller

Die Ausstellung im Unteren Belvedere widmet sich der Landschaftsmalerei des österreichischen Biedermeiermalers Ferdinand Georg Waldmüller.

Im Mittelpunkt stehen seine detailreichen Landschaften aus dem Wienerwald, dem Wiener Prater, dem Salzkammergut und Italien.Waldmüller verstand die Natur nicht bloß als Hintergrund, sondern als eigenständiges Motiv. Seine Bilder zeichnen sich durch präzise Lichtstimmungen, genaue Naturbeobachtung und eine fast fotografische Wirklichkeitstreue aus. Die Ausstellung macht sichtbar, wie sehr er „nach der Natur“ arbeitete – also direkt vor Ort unter freiem Himmel skizzierte und malte.

Ergänzt werden Waldmüllers Gemälde durch Arbeiten bedeutender europäischer Zeitgenossen wie John Constable, Johan Christian Dahl und Jean-Baptiste Camille Corot. Sie zeigen, dass die realistische Landschaftsmalerei ein gesamteuropäischer Trend des 19. Jahrhunderts war.

Besonders eindrucksvoll sind seine Baumstudien, Panoramen des Salzkammerguts und Wienerwald-Szenen, in denen Natur zugleich idyllisch, lebendig und atmosphärisch erscheint. Die Ausstellung vermittelt dadurch nicht nur Kunstgeschichte, sondern auch die romantische Sehnsucht des 19. Jahrhunderts nach Natur und Landschaft.

Kann man zu ihm denn noch neue Aspekte in den Fokus rücken? „Man kann!“, sagt Belvedere-Generaldirektorin Stella Rollig, Wenn in dieser Ausstellung seine Landschaften im europäischen Vergleich präsentiert werden, dürfen sich selbst Fans und Fachleute auf neue Perspektiven freuen.

Ferdinand Georg Waldmüller, Partie bei Dorf Ahorn mit Loser und Sandling, 1833
Ferdinand Georg Waldmüller, Partie bei Dorf Ahorn mit Loser und Sandling, 1833

Ferdinand Georg Waldmüller. Nach der Natur gemalt ·
27. Februar bis 14. Juni 2026 · Unteres Belvedere Wien


– Ausstellungsansicht
Foto: Johannes Stoll / Belvedere, Wien
.- Ferdinand Georg Waldmüller, Partie bei Dorf Ahorn mit Loser und Sandling, 1833
Kunst Museum Winterthur, Stiftung Oskar Reinhart, Ankauf 1932, Foto: SIK-ISEA, Zürich, Philipp Hitz

Belvedere Wien